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Alfa Romeo

Die Geschichte des italienischen Automobilherstellers Alfa Romeo geht auf die Gründung der Società Anonima Italiana Darracq 1906 zurück, die von einem französischen Autohändler mit italienischen Investoren gegründet wurde. Einige Jahre später (1910) wurde die Firma in A.L.F.A. umbenannt, eine Abkürzung für „Anonima Lombarda Fabbrica Automobili“.

Trotz des Erfolges mit dem ersten Auto-Modell 24HP hatte A.L.F.A. wirtschaftliche Schwierigkeiten. Daher wurde das Werk 1915 von dem jungen Italiener namens Nicola Romeo übernommen.

Nach der Übernahme begann der aus Napoli stammende Unternehmer sofort damit, militärische Ausrüstung für die italienischen Truppen im Ersten Weltkrieg herzustellen. Im Jahr 1918 änderte Nicola Romeo den Namen des Unternehmens in Alfa Romeo.
Ab 1919 begann Alfa Romeo damit, Autos zu produzieren und eigene Modelle zu kreieren und zu entwickeln.

Das erste verkaufte Modell war der Torpedo 20-30 HP, und in den frühen 1920er-Jahren schuf der junge Ingenieur Giuseppe Merosi ein Modell, das Alfa Romeo RL genannt wurde. Dieser wurde ein großer Erfolg. Der Alfa Romeo RL wurde als Merosis Meisterwerk bezeichnet, und mehr als 2.600 Exemplare wurden in der Fabrik in Mailand gebaut.

Im Laufe der 20er-Jahre gewann Alfa Romeo große Popularität mit seinen internationalen und ikonischen Rennmodellen. Und gerade im Motorsport war Alfa Romeo zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aufzuhalten. Der italienische Autohersteller gewann den ersten großen Sieg, als der Werksrennfahrer 1923 beim Targa Florio-Langstreckenrennen durch die Bergstraßen in Sizilien bei Palermo als Gewinner das Podium betrat. Zwei Jahre später gewann Alfa Romeo die Weltmeisterschaft mit seinem Modell Tipo P2.

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Die Preise basieren auf allen Angeboten, die über Autobutler versendet wurden und können variieren. Bitte erstellen Sie eine Anfrage, wenn Sie ein spezifisches Angebot für Ihr Auto erhalten möchten.

Alfa Romeos für die breiten Massen

Trotz des weltweiten Ruhms blieb auch Alfa Romeo von der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren in Europa nicht verschont.

Im Jahr 1933 wurde der italienische Autohersteller in die staatliche Holding „Istituto per la Ricostruzione Industriale“ eingegliedert. Mit Ugo Gobbato wurde ein neuer Geschäftsführer ernannt. Ihm gelang es, Alfa Romeo so zu rationalisieren, dass das Unternehmen sowohl Autos, Lastwagen und Motoren für Flugzeuge bauen konnte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Autoproduktion eingestellt, und in den Jahren nach dem Krieg, rollte die Produktion nur langsam wieder an. Es wurde bald klar, dass Alfa Romeo sich nicht auf die Herstellung exklusiver handgefertigter Fahrzeuge beschränkten konnte. Stattdessen plante man, eine industrielle Fertigung von Kleinwagen-Modellen zu beginnen, die sich an die breite Masse an Verbrauchern richten.

Zu den neuen Modellen gehörte auch der Alfa Romeo 6C 2500 SS, den es auch als Karosserievarianten Alfa Romeo Freccia d'Oro und Villa d'Este gab.

In dieser Zeit wurde auch die erste Montagelinie zur Massenproduktion von Pkws in Betrieb genommen, und die Einführung der neuen Alfa Romeo-Modelle war der Anfang von vielen Jahren stetigen Wachstums.

Im Jahr 1954 kam das Giulietta-Modell auf den Markt, eines der legendarischen Alfa-Romeo-Modelle. Die erste Ausführung, die aerodynamisch geformt und mit einem leistungsstarken Motor ausgestattet war, kam als Alfa Romeo Giulietta Sprint auf den Markt und wurde ein Symbol besten italienischen Automobil-Designs. Dann kamen verschiedene Ausführungen wie Berlina, Ti, Sprint und Spider dazu.

Im Jahr 1961 wurden über 100.000 Exemplare verkauft. Zu diesem Zeitpunkt waren die Pläne für ein Nachfolgemodell der Giulietta weit fortgeschritten. So entstand der Alfa Romeo Giulia. Die Ingenieure testeten bei Entwicklung und Optimierung das Giulia-Modell in einem besonderen Windtunnel. Das Ergebnis war einzigartig. Der Alfa Romeo Giulia war noch aerodynamischer als sein Vorgänger. Das war pure italienische Innovation. Und nicht ohne Grund wurde der Alfa Romeo Giulia wegen seines Designs bewundert.

Fokus auf Märkte in Übersee

In den späten 1960er-Jahren gründeten viele Autohersteller Fabriken in Südafrika. Das galt auch für den Hersteller Alfa Romeo, der ein Werk in der Nähe von Pretoria eröffnete. Von 1972 bis 1989 war Südafrika das Land in der Welt, in dem die meisten Alfa Romeos außerhalb Italiens fuhren.

Während sich Alfa Romeo in Südafrika etablierte, begann auch der Export auf den US-Markt. Auch das Modell Giulietta Spider wurde dort lanciert. Der Export in die USA erfolgte bis 1995, wo der Alfa Romeo 164 das vorerst letzte Modell auf dem US-amerikanischen Markt sein sollte.

Nach einer Pause wurde im Jahr 2006 die Rückkehr von Alfa Romeo auf den US-Markt für 2008 angekündigt. Das geschah mit dem Modell Alfa Romeo 8C Competizione.

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Übernahme von Alfa Romeo durch Fiat

Nach der Verstaatlichung 1933 war Alfa Romeo bis 1986 ein staatseigener Betrieb. Im Laufe der 1970er-Jahre hatte Alfa Romeo wirtschaftliche Probleme. Mehrere Initiativen wurden ergriffen, um die Trendwende einzuleiten, einschließlich eines gescheiterten Joint Ventures mit Nissan.

1986 wurde Alfa Romeo daher zum Verkauf angeboten. Zunächst wurden Annäherungsversuche an Fiat mit Sitz in Turin unternommen, aber die Verhandlungen waren nicht einfach.

Daher bot Ford an, Teile von Alfa Romeo zu übernehmen und mit der Zeit seine Anteile an Alfa Romeo zu erhöhen. Fiat wollte jedoch die gesamte Alfa Romeo-Gruppe übernehmen und garantierte den Angestellten u. a. sichere Arbeitsplätze.

Diese Garantie wollte oder konnte Ford nicht geben. 1986 wurde Alfa Romeo mit dem rivalisierenden Unternehmen Lancia fusioniert und heißt seither Alfa Lancia Industriale S.p.A.

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Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten

Durch drei Jahrzehnte hat Alfa Romeo ein Modell nach dem anderen auf den Markt gebracht. Ab den 1970er-Jahren wurde zum Beispiel der Alfasud vorgestellt, der später vom Alfa 33 abgelöst wurde.

Dann kam der Alfetta, der in den 80er-Jahren durch den Alfa 90 ersetzt wurde. Zur Feier des 75-jährigen Bestehens des Unternehmens kam 1985 der Alfa 75 auf den Markt.

Die schwierigen Jahre der 80er-Jahre bedeuteten nicht, dass Alfa Romeo keine neuen Modelle mehr herausbrachte. Im Gegenteil: Alfa Romeo lancierte in diesen Jahren Modelle wie den Alfa Romeo 164, 155, 156, 147 und den Kleinwagen Alfa Romeo MiTo und das Familienauto Alfa Romeo Giulietta.

Alfa Romeo wurde über alle diese Jahre für sein elegantes, sportliches Design bewundert. Das galt den Pkws und auch den Fahrzeugen beim Motorsport, wie dem Tipo 33 und dem Tipo 33.2, die gewisse Ähnlichkeiten mit einigen Ferrari-Modellen aufwiesen.

In den letzten Jahren hat Alfa Romeo zahlreiche neue Modelle lanciert wie 145, 146, 147, 155, 156, GTV, Spider, 164, 166, 159 und Brera. Schließlich ist Alfa Romeo auch mit der Zeit gegangen und lancierte einen dreitürigen Kleinwagen namens MiTo.

Im Jahr 2010 feierte Alfa Romeo sein 100-jähriges Bestehen. In den Jahren vor dem Jubiläum verzeichnete Alfa Romeo einen rückläufigen Umsatz. Analysten schätzten, dass der italienische Autohersteller etwa 15 bis 20 Prozent des gesamten Jahreseinkommens verloren hatte, was 300 bis 500 Millionen Euro im Jahr entspricht.

Im Jahr 2017 kehrte sich der Trend um, und Alfa Romeo erlebte eine Erhöhung der Produktionsdaten von 62 Prozent. Dies bedeutete, dass 150.000 Fahrzeuge in drei Alfa Romeo-Werken hergestellt wurden.

Das berühmte Logo und das kleine vierblättrige Kleeblatt

Das originale Alfa Romeo-Logo aus dem Jahr 1910 wurde zum Teil durch das Wappen der Visconti-Familie und das Mailänder Stadtwappen inspiriert. Wie heute war das Logo damals in zwei Hälften geteilt, wobei das Motiv auf der rechten Seite einen Drachen mit einem Mann im Mund vorstellen sollte. Das Kreuz auf der linken Seite weist in die Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts zurück, als lombardische Familien an den Kreuzzügen teilnahmen. Das rote Kreuz auf weißen Hintergrund war die Flagge der Krieger.

Das Logo hatte die Worte ‚Alfa‘ am oberen Rand und ‚Milano‘ am unteren Rand eingraviert. Als Nicola Romeo das Unternehmen übernahm, wurde im oberen Bereich des Logos der Name in Alfa Romeo geändert.

Als Alfa Romeo in den frühen 1970er-Jahren ein neues Werk in Neapel baute und dort 1972 mit der Fertigung des Modells Alfasud begann, wurde das Logo noch einmal geändert. Dieses Mal entfernte man „Milano“ aus dem unteren Bereich des Logos.

In Verbindung mit Alfa Romeos 105-jährigem Bestehen 2015 wurde das Alfa Romeo-Logo in einer überarbeiteten Form herausgebracht. In der neuesten Version ist die Anzahl der Farben wurde von vier auf drei reduziert und das geteilte Logo mit Drachen und Kreuz, das vorher jeweils einen weißen und hellblauen Hintergrund hatte, hat jetzt einen gemeinsamen grauen Hintergrund.

Neben dem ikonischen Logo ist Alfa Romeo auch dafür bekannt, ein vierblättriges Kleeblatt auf den vorderen Kotflügeln aller Sportwagen und Sportmodelle zu haben. Die Geschichte des kleinen vierblättrigen Kleeblatts reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Im Jahr 1923 entschied sich der italienische Rennfahrer Ugo Sivocci dazu, ein weißes Quadrat mit einem grünen vierblättrigen Kleeblatt auf die Seite seines Alfa Romeo RL zu malen.

Sivocci war bekannt, der ewige Zweite zu sein, und das vierblättrige Kleeblatt-Symbol sollte ihm das erforderliche Glück verleihen, um die 14. Ausgabe des Targa Florio-Rennens zu gewinnen. Es gelang Sivocci das Rennen zu gewinnen, aber ein paar Monate nach dem Triumph traf die Katastrophe ein. Sivocci, der einen Testlauf in Monza absolvieren sollte, nahm daran teil mit einem Fahrzeug ohne vierblättriges Kleeblatt auf der Seite. Sivocci verunglückte und wurde getötet. Nach dem tragischen Unfall wurde beschlossen, dass alle Alfa Romeo-Rennwagen in Zukunft in Erinnerung an Sivocci ein vierblättriges Kleeblatt tragen sollten. Ein grünes vierblättriges Kleeblatt heißt auf Italienisch ‚Quadrifoglio Verde‘, und das ist der Grund, warum QV an allen sportlichen Modellen von Alfa Romeo steht.

Viel Erfolg im Motorsport

Ein großer Teil der Geschichte von Alfa Romeo dreht sich um den Motorsport, und im Laufe der Zeit hat die italienische Automarke selbst viele unauslöschliche Spuren in der Geschichte des Motorsports hinterlassen.

Alfa Romeo beteiligte sich bereits 1911 im Motorsport mit zwei 24HP-Modellen, die am Targa Florio-Rennen in Sizilien teilnahmen. Es sollte jedoch bis 1923 dauern, bis es Alfa Romeo gelang, das legendäre Targa Florio zu gewinnen. Seither folgten 10 Siege im gleichen Rennen und Alfa Romeo gewann auch die damalige Weltmeisterschaft fünf Mal. Das erste Mal im Jahr 1925 in einem P2 Gran Premio.

Von den ersten Jahren an war man bei Alfa Romeo darauf fokussiert, Ergebnisse im Motorsport zu erzielen, und in den 1920ern und 30er war die italienische Automarke nicht aufzuhalten. In jenen Jahren gab es insgesamt vier Le Mans-Siege, den ersten mit einem Alfa Romeo 8C 2300 im Jahr 1931, und ganze 11 Siege im italienischen Straßenrennen Mille Miglia, an dem Alfa Romeo von 1927 bis 1957 24 Mal teilnahm.

Im Jahr 1933 wurde Alfa Romeo vom italienischen Staat übernommen und die Abteilung für Rennen wurde nun von der Scuderia Ferrari geleitet. Alfa Romeo erzielte weiterhin Siege, zum Beispiel gelang es mit dem Alfa Romeo Tipo C den amerikanischen Vanderbilt Cup 1936 zu gewinnen.

Gleich nach dem Krieg dominierte Alfa Romeo weiter den Motorsport mit den später legendären Alfetta 158 und 159. Diese Modelle fuhren beim neuen Formel-1-Grand Prix 1950 einen Gewinn ein. Das Rennen, das damals noch Weltmeisterschaft genannt wurde, war der Vorläufer dessen, was heute als Formel 1 bekannt ist. 1950 war Alfa Romeo ein Machtfaktor in der neuen Formel-1-Weltmeisterschaft. Mit seinem Alfa Romeo Tipo 158 gewann Giuseppe „Nino“ Farina 11 von 11 möglichen Siegen.

Für die Formel-1-Grand-Prix-Rennen im Jahr 1951 entwickelte Alfa Romeo ein neues Modell, den Alfa Romeo Alfetta 159, der den stärksten Motor hatte, den es bis dato gab. Das Auto wurde mit einem 1500 ccm- Motor ausgestattet, der mit 425 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h in seiner ganz eigenen Liga spielte. Mit einem so starken Auto konnte keiner der Wettbewerber mithalten, und Alfa Romeo gewann damit die Weltmeisterschaft 1951.
Trotz des großen Erfolgs entschied sich Alfa Romeo dafür, sich aus dem Motorsport zurückzuziehen und sich stattdessen auf die Produktion von Pkw zu konzentrieren.

Im Jahr 1960 kehrte Alfa Romeo zum Motorsport zurück und gründete sogar eine eigene Abteilung für Motorsport. Die Abteilung, die den Namen Auto-Delta erhielt, wurde von den beiden ehemaligen Alfa Romeo- und Ferrari-Ingenieuren Carlo Chiti und Lodovico Chizzola geführt.

Während der 1970er und 80er wurde Alfa Romeo wieder Teil des Formel-1-Sports. Die beiden Teams, Marlboro Team Alfa Romeo und Benetton Team Alfa Romeo, fuhren einige Siege ein.

Im Herbst 2017 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Alfa Romeo ab der Saison 2018 Sponsor des Sauber F1-Teams ist.

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