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Porsche

Die Porsche AG produziert seit 1945 Automobile, vor allem im Bereich der Sportwagen. Heute ist das Unternehmen Teil des Volkswagen-Konzerns.

Das 1931 in Stuttgart gegründete von Ferdinand Porsche Konstruktionsbüro bildete den Anfang der Tätigkeiten in der Automobilindustrie.

Vom Erfinder zum Unternehmer

Ferdinand Porsche konnte bei der Gründung auf eine lange Laufbahn in der entstehenden Automobilbranche zurückblicken.

Vor der Jahrhundertwende war er am Bau des Egger-Lohner-Elektromobils, Porsche 1 genannt beteiligt und stellte 1900 den Nachfolger „Lohner-Porsche“ auf der Pariser Weltausstellung vor.

International anerkannt wurde Porsche für seine Radnabenmotoren, die in das Rad eingebaut waren, zur gleichen Zeit auch die Radnabe hielten. Im Anschluss entwickelte er einen Rennwagen mit Allradantrieb und ein benzin-elektrisches Hybridfahrzeug.

Anfänge als technischer Konstrukteur

Ab 1906 wurde Ferdinand Porsche als technischer Direktor bei Austro-Daimler, bei einem der bedeutendsten Automobilunternehmen Europas engagiert. Im Folgejahr steuerte er selbst den Austro-Daimler-Tourenwagen, der einen Dreifachsieg bei der Prinz-Heinrich-Fahrt holt.

Auch für die Konstruktion des Mercedes-Kompressorwagens war der technische Direktor verantwortlich. Die Rennwagen des Mercedes-Benz-S-Typs waren ab 1927 im internationalen Rennsport führend.

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Porsche S (1986)

Schritte in die Selbstständigkeit - Gründungsphase

Seit der Gründung des Büros für die „Konstruktion und Beratung für Motoren- und Fahrzeugbau“ 1931 nahm Porsche Aufträge renommierter Hersteller an und war beratend tätig.

Der Grand-Prix-Rennwagen mit einem 16-Zylinder-Mittelmotor und das Konzept für den Heckmotor wurden ein Jahr später entwickelt.

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Der Käfer - eine Legende wird geboren

Der Heckmotor tauchte im Kleinwagen der NSU Typ 32 auf und fand später im VW Käfer Anwendung. Der Prototyp des Käfers, des ersten deutschen Volkswagen lief ab 1934 unter der Feder von Porsche.

Die Prototypen wurden teils von der Daimler-Benz AG gefertigt, Porsche aber war Hauptverantwortlicher für die Errichtung der Automobilfabrik ab 1938 im heutigen Wolfsburg.

Bevor konkrete Bestrebungen durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurden, sollte 1939 der Berlin-Rom-Wagen eingesetzt werden. Er wird als Vorbild für die späteren Sportwagen von Porsche gewertet. Nach 1945 wurde der VW Käfer weltweit berühmt.

Aufbau der eigenen Marke

Das erste Fahrzeug mit dem Namen Porsche war der Roadster 356 Nr. 1. Der leichte Sportwagen aus dem Jahr 1948 ging zwei Jahre später in Serie und fiel im gleichen Jahr durch seinen Sieg beim Innsbrucker Stadtrennen positiv auf.

Bestens gewappnet für die Vorstellung neuer Modelle

Anfang der Fünfziger wird das Wappen von Porsche entwickelt, das mit seinem lokalpatriotischen Einschlag vom hervorragenden Ruf der Herstellerregion profitiert.

Von nun an schmückt die Komposition aus dem Stuttgarter Wappentier, dem baden-württembergischen Landeswappen mit dem Schriftzug Porsche und Stuttgart jeden Wagen der Marke.

Der Porsche 550 Spyder hatte 1953 in Paris seine Premiere. Der Rennwagen war mit einem Vier-Nockenwellen-Motor ausgestattet und sicherte für das Unternehmen zahlreiche internationale Erfolge.

In den folgenden Jahrzehnten schrieb das Unternehmen mit Modellen wie dem Porsche 911 ab 1964, dem 911 Targa ab 1966, dem VW-Porsche 914 aus dem Jahr 1969 Design- und Motorsportgeschichte – nicht zuletzt, weil die Wagen kontinuierlich Siege bei internationalen Wettbewerben einfuhren.

Kleinster unabhängiger Autoproduzent Deutschlands

Nachdem Porsche 1972 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, konnte auch die Ölkrise das Unternehmen nicht ausbremsen. 1974 wurde der 911 Turbo, der erste Sportwagen mit Abgas-Turbolader und Ladedruckregelung in Serie vorgestellt.

Mit einer stets kleinen Auflage konnte sich Porsche bis in die Achtziger als Sportwagenunternehmen halten, bis Ende des Jahrzehnts finanzielle Schwierigkeiten aufgrund des sinkenden Dollarkurses auftraten. Durch eine Umstrukturierung und Produkterweiterung konnte aber Schlimmeres abgewendet werden.

Noch 2006 war Porsche der kleinste unabhängige Hersteller in Deutschland, der aber gleichzeitig über eine der höchsten Gewinnspannen der Branche verfügte.

Wechselnde Beziehung zu VW

Porsche und VW sind nicht nur durch gemeinsamen Modellentwurf des Käfers verbunden. Mitte der Siebziger entwickelte man den Porsche 924 zusammen. Auch die Geländewagen Cayenne und VW Touareg basieren auf der gleichen Plattform.

In den 1990er-Jahren gab es auch personelle Überschneidungen. Ab 2005 baute Porsche seine Beteiligung an VW ständig aus, eine Übernahme scheiterte aber. Seit 2009 begann die Integration in den VW-Konzern. Inzwischen gehört die Porsche AG seit 2012 vollständig VW.

Spitzenstellung im Rennsport

Schon immer entstanden bei Porsche Rennsportmobile. Nach den Anfängen mit dem Typ 34, dem Berlin-Rom-Wagen 1939 und dem Grand-Prix-Rennwagen Cisitalia 1946 war Porsche in fast allen Rennsportbereichen siegreich.

Das Unternehmen kann auf mindestens 18 Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, auf zahlreiche Formel 1 Titel zurückschauen. Auch die Erfolge mit mindestens 11 Siegen bei der Targa Florio und bei der Rallye Paris-Dakar stehen dem in nichts nach.

Ausbau des Sortiments

Mit der Markteinführung des Boxster 1996 sowie mit dem Coupé-Modell Cayman 2005 vergrößerte Porsche sein Angebot nach und nach. Seit 2002 komplettiert der Porsche Cayenne als der erste SUV der Marke das Sortiment. Der Aufwärtstrend für Geländewagen zeigt sich: 2016 war der Cayenne der meistverkaufte Porsche in Deutschland.

Im Verkaufsprogramm sind derzeit fünf Modelle: die Rennwagen 911 und 718 in 14 und 4 Ausstattungsversionen, die Limousine Panamera mit 10 Varianten, der SUV Macan in 6 und Cayenne in 11 Ausführungen.

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