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Škoda

Der tschechische Automobilhersteller ist einer der ersten überhaupt. Gegründet als Laurin & Klement im Jahre 1895 begann das Unternehmen zunächst mit der Fertigung von Fahrrädern.

Vom Zwei- zum Vierrad

Der Vertrieb der sog. Slavia-Räder ging allmählich in die Entwicklung von Motorrädern über, die seinerzeit die einzigen und auch erfolgreichsten in Österreich-Ungarn waren. Seit 1905 wurden dann Automobile hergestellt, vom ersten Prototyp namens Voiturette wurden innerhalb kürzester Zeit gleich neun Modelle entwickelt.

Kurze Phase der Expansion und Umbenennung

Mit dem Einstieg in die Börse, der Verwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1912 und der Übernahme der Fabrik RAF in Liberec (Reichenberg) konnte ein wenig später das Angebot ausgeweitet werden. Ein beachtlicher Teil wurde bereits ins europäische Ausland exportiert, aber auch nach Rio de Janeiro, Japan oder nach Neuseeland.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Produktion abgesehen von staatlich verordneter Herstellung von Militär- und Ambulanzfahrzeugen nahezu eingestellt. Auch der Neustart in der neugegründeten Tschechoslowakei war kein Leichtes: Sowohl die Steuerpolitik, die u.a. dadurch gesunkene Nachfrage als auch die gleichzeitig aufkommende Konkurrenz führten letztlich 1925 zum Verkauf der Werke an den Maschinenbaukonzern Škoda aus Pilsen.

Während sich der Gründer Klement zu Schreib- und Forschungstätigkeiten im Bereich des Automobilbaus zurückzog, wurden unter dem Namen Škoda von nun an Wagen produziert. Eine kurze Zeit des erneuten Aufschwungs folgte – das neugegründete Unternehmen entwickelte neue bis heute bekannte und weitergeführte Modelle, wie den Rapid, Favorit, Superb und Popular und stieg im Jahr 1936 zum Marktführer in der Tschechoslowakei auf.

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Staatlich verordnete Produktion

Ab 1939 wurden die Werkstätten Škoda kriegsbedingt für die Fertigung von Kriegsfahrzeugen vereinnahmt und in die deutsche Rüstungsindustrie bzw. Hermann Göring AG eingegliedert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb bereits 1945 wieder aufgenommen. Mit der Verstaatlichung und den Richtlinien der sozialistischen Planwirtschaft ging die Herstellung günstiger Kleinwagen einher, die auf dem Vorbild des Vorkriegsmodells Popular basierten.

Ab 1955 mobilisierte der Škoda 440 und ab 1964 der 1000 MB – Ersterer war günstig in der Produktion, zweiterer wurde im Rennsport eingesetzt – beinah die gesamte Tschechoslowakei. Auch andere Mittelklassemodelle, betrieben mit Heckmotor – und antrieb, wie beispielsweise 110 R, Garde, Rapid belebten die Straßen im Osten.

Auch deckte Škoda 10 Prozent des gesamten PKW-Bestands in der DDR ab. Trotz langsamer Entwicklungsprozesse verteidigte Škoda stets seinen exponierten Platz im internationalen Motorsport.

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Verwurzelung im Motorsport

Die Entwicklung des Unternehmens war von Anbeginn an mit der Involvierung in sportliche Aktivitäten verbunden. Seinen Anfang nahmen die damaligen Laurin & Klement durch die erfolgreiche Beteiligung an Motorradrennen 1901 bis 1905. Die L&K-Rennmaschine war das erste serienmäßig erschienene Zweizylinder-Motorrad Europas.

Zwischen 1935 und 1937 stieg das Unternehmen – inzwischen Škoda – mit einem abgewandelten Modell aus Popular und dem Vierzylindermotors des Rapids in die Rallye Monte Carlo ein und holten Silber. Schon 1950 beteiligte man sich mit einem Zweisitzer an den 24 Stunden von Le Mans, mit der Abwandlung dieses Modells 1101 wurde der Große Preis von Brünn eingefahren.

Mit dem Oktavia gelang 1961 ein Sieg in der Klasse bei der Rallye in Monte Carlo, woraufhin die Nachfrage anstieg. Weitere sportliche Erfolge wie der in Monte Carlo 1977 oder der Sieg in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sorgten dafür, dass Škoda im sportlichen Bereich mithalten konnte.

Vierte Marke der Volkswagen-AG

Mit dem Fall der Sowjetunion kam die politische Wende, die für Škoda die Übernahme durch die Volkswagen AG bedeutete. Auch für das Unternehmen wurde somit eine neue Ära begründet.

Der Favorit, der schon 1987 neu aufgelegt werden sollte, konnte nun weiterentwickelt werden. Der Wagen, der sowohl in der BRD als auch in der DDR angeboten wurde, wurde so zu einem richtigen Wiedereinvereinigungsmodell.

Etablierung auf dem Markt und einer der Favoriten auf der Straße

1994 entstand der Felicia als Nachfolger des Favorits. Binnen sieben Jahren wurden mehr als 910 000 Exemplare gebaut. Ganz neue Modelle schließlich wie der Kleinwagen Fabia und die Kompakt- bzw. Mittelklasse Oktavia ermöglichten es, sich vollständig vom Ostblock-Image zu lösen und sich einen beachtlichen Marktanteil zu sichern.

Nach und nach gelang es, sich als eigenständige, solide und günstige Marke zu behaupten. Vom kleinsten Wagen, dem Citigo bis hin zur Mittelklasse legendären Superb sowie dem Minivan Roomster und dem SUV Yeti bietet die Produktpalette für jeden den passenden Gefährt. Škoda ist inzwischen in mehr als 100 Ländern präsent und erlebte 2014 sein Rekordjahr – mehr als eine Mio. Wagen wurden verkauft.

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