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Batterie 218 € 60 € 20 %
Bremsen 396 € 57 € 11 %
Inspektion & Wartung 355 € 41 € 10 %
Klimaanlage 171 € 34 € 15 %
Kupplung 861 € 118 € 12 %
Lenkung 410 € 66 € 13 %
Radwechsel 20 € 1 € 4 %
Reifen und Räder 51 € 8 € 15 %
TÜV / Wiedervorführung / Voruntersuchung 138 € 0 € 0 %
Zahnriemen / Steuerkette 933 € 142 € 14 %

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Nissan

Die Ursprünge der Automarke Nissan liegen in der Gründung von Kaishinsha Motorcar Works in Tokio im Jahr 1911. Der DAT, der erste PKW des Unternehmens wurde 1914 gefertigt. 1934 wurden im Zuge einer weiteren Gründung die Produktion der Datsun Modelle übernommen, seinerseits der älteste Produzent Japans. Anschließend fokussierte man sich auf die Herstellung und Massenfertigung von LKWs bis 1934 bei einer Versammlung der Aktionäre der heutige Name Nissan Motor Company beschlossen wurde.

Größter Hersteller Japans

Mit der Fertigstellung der Fabrik in Yokohama, der Eröffnung verbundenen Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten und der Möglichkeit am Fließband zu produzieren, stieg Nissan damals zum größten und modernsten Automobilhersteller des Landes auf. Als erster japanischer und vollständig im Land hergestellter Wagen kann daher der Datsun 14 aus dem Jahr 1935 bezeichnet werden.

Fast bis ins Jahr 1949 hinein mussten die Werke auf Kriegsproduktion umstellen, wobei von Nissan hauptsächlich Busse und LKWs gebaut wurden. Dennoch wurde in dieser Zeit auch der erste Wagen entwickelt, der den Namen Nissan trug. So war das Oberklassemodell namens Nissan 70 im Jahre 1937 als Limousine und Phaethon entworfen worden.

Automobilherstellung während Japans Wiederaufbau

Zur wechselhaften Unternehmensgeschichte gehört wie bei den meisten der großen Automobilhersteller auch der Einfluss politischer und historischer Geschehnisse auf die konkreten Erzeugungsbedingungen. Obwohl die Konkurrenz zu Toyota nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung zunahm, gelang es auch Nissan Erfolge zu erzielen. Dabei erwiesen sich die Beziehungen zu der USA als nützlich, für dessen Armee im Zuge des Koreakriegs Fahrzeuge bereitgestellt wurden. Dieses Geschäft hatte wiederum eine Reinvestition in die eigenen Anlagen zur Folge, mit der sich Nissan gegenüber den westlichen Herstellern wieder konkurrenzfähig machen konnte und von nun an das standardmäßige Sortiment vom Kleinstwagen bis zur Luxuslimousine abdecken konnte.

Außenhandel und Expansion gen Westen

Neben dem Einkauf des Unternehmens Minsei Diesel Company, das sowohl Gabelstapler als auch Automobile herstellte, wurde auch der britische Partner Austin gewonnen. Auf Grundlage eines Lizenzvertrages von 1952 wurde das Modell A40 Somerset, auch als Austin bezeichnet, zunächst teilchenweise und später bis ins Jahr 1960 hinein vollständig in dem Werkstätten in Japan gefertigt.

Kurz darauf konnte Nissan weltweit Niederlassungen errichten, als erstes im Jahr 1960 in den USA. Dann ab 1962 begann das Unternehmen mit dem Export seiner Automobile in europäische Länder und schließlich auch nach Australien. Eine weitere Übernahme des japanischen Herstellers Prince im Jahr 1966 bescherte Nissan die Erweiterung seiner Modellreihe. Beliebt und bekannt wurden hierbei besonders die Mittelklassemodelle Gloria – das zur oberen Mittelklasse gehörig bis 2004 produziert wurde – und Skyline – das in Deutschland unter dem Namen Datsun in den Verkauf ging.

Der internationale Durchbruch gelang letztlich mit der sagenumwobenen Z-Reihe im Jahr 1969, die bis dato weltweit mit mehr als 1,65 Mio. produzierten Wagen die erfolgreichste Sportwagenserie überhaupt darstellt. In Deutschland wurden die Modelle mal als Datsun und später wieder unter dem Namen Nissan zum Verkauf angeboten – der aktuelle Nachfolger des Sport-Coupés heißt seit 2008 Nissan 370Z.

Global Player mit lokalem Einschlag

Zwei Ölkrisen Anfang der 1970-er Jahre stellten eine Schwierigkeit für die Märkte und die Automobilindustrie dar, die auch Nissan finanziell zu schaffen machten. Dennoch konnte sich Nissan mit Hilfe der Datsun-Modelle und durch den Erfolg des Modells Sunny seit 1973 helfen. 1973 wurde auch die Nissan Motor Gesellschaft in Deutschland als erste offizielle Niederlassung gegründet, die auch den Vertrieb der Datsun Fahrzeuge weiterführte.

Zwei Namen, zwei Marken – eine Basis

Als eine Kriegsfolge kann das teilweise Bestehen von Datsun bei den verschiedenen Modellen verstanden werden. Um sich von der vermeintlichen Assoziation mit der Rüstungsproduktion abzugrenzen, wurde Datsun daher oft als Name beibehalten, um den Verkauf der Automobile zu erleichtern. Mitte der 1970-er beschloss man die Marke allmählich in den Hintergrund treten zu lassen, da die Kriegszeiten wirtschaftlich gesehen verjährt waren.

Partnerschaftliche und rettende Allianz mit Renault

Mit der Markeneinführung Infiniti 1989 in den USA versuchte sich der japanische Hersteller gegenüber der Konkurrenz wie Toyata und Honda auf dem Segment der Luxusklasse aufzustellen. In Europa sollte die neueröffnete Zentrale in den Niederlanden die Geschicke leiten.

Eine Unternehmenskrise seit Anfang der 1990-er Jahre, die durch eine Finanzkrise in Japan eingeleitet wurde, brachte Nissan an den Rand seiner Existenz. Durch eine Fusion mit Renault im Jahr 1999 konnte diese aber bewältigt werden.

Gemeinsamer Modellentwurf und beliebte Modelle

Nun konnten dank der Renault-Führung die Schulden abgetragen werden. Der Sanierung folgte auch der Austausch im Know-How, was sowohl den Modellen von Renault als auch denen von Nissan zu gute kam.

Bei der Entwicklung der Modelle wurde außerdem auf eine gewisse Baugleichheit geachtet. Der Austausch von Motoren- und Getriebetechnik ist beispielsweise an den Kleinwagen Micra K12 und Renault Clio III ablesbar.

Generell sind von Nissan derzeit in Deutschland einerseits kleine Stadtautos, andererseits auf Crossover Modelle im Straßenbild vertreten, die optisch an die ganz Großen erinnern. Der erfolgreiche Micra wird vom Minivan Nissan Note überragt. Alle Modelle von Nissan zeichnen sich besonders durch ihre Sparsamkeit aus. Die immer beliebteren großen SUVs wie Juke, X-Trail, Murano und Qashqai verfügen wahlweise über Allradantrieb.

In der Kompaktklasse wurde der Almera und Primera seit 2004 vom Tiida abgelöst.

In der Kompaktklasse innovativ ist besonders der Leaf, das weltweit meistverkaufte Elektroauto. Der Leaf konnte auch in Deutschland die Zahl seiner im Verhältnis gesehen doch geringen Zulassungen - im Jahr 2015 waren es beispielsweise im Vereinigten Königreich 5.236 und in Deutschland 948 - beständig steigern.